Meter statt Kilometer
Langer Trageweg beim Umzug in Werder (Havel)
Der teuerste Abschnitt eines Umzugs ist selten die Fahrt zwischen den Adressen, sondern die Strecke zwischen Wohnungstür und Ladefläche. Jeder Meter davon wird bei jedem einzelnen Stück erneut zurückgelegt, und genau daran hängt die Dauer. Wir messen diesen Weg bei der Besichtigung ab und planen ihn ein, statt ihn am Umzugstag zu bemerken.
Langer Trageweg: worauf Sie sich verlassen können
Meter zwischen Halteposition und Haustür, und was sie kosten. Was dabei gilt, steht vor dem Auftrag fest und nicht erst danach.
- Möbeldecken, Gurte, Sackkarren und Werkzeug bringen wir mit, ohne Aufpreis
- Es fahren eingespielte Kräfte, keine kurzfristig zusammengesuchte Mannschaft
- Ob eine Halteverbotszone nötig ist, klären wir vor dem Termin und nicht davor auf der Straße
- Was im Angebot steht, wird berechnet, und nichts wird am Umzugstag nachgerechnet
- Das Aufmaß an Ihrer Adresse ist kostenlos und bindet Sie an nichts
Die Eckpunkte auf einen Blick
- Der Trageweg wird an beiden Adressen aufgenommen, nicht nur an der alten
- Rollwagen und Sackkarren gehören zur Ausstattung und kosten nichts extra
- Zweites Fahrzeug als Pendel ab 24 Euro je Stunde
- Zusätzliche Kraft ohne Wagen ab 25 Euro je Stunde
- Beim Festpreis ist der lange Weg nach der Besichtigung bereits enthalten
Warum zwanzig Meter mehr eine ganze Stunde kosten können
Eine gut gepackte Dreizimmerwohnung ergibt grob geschätzt hundertzwanzig bis hundertfünfzig Kartons plus Möbel, also rund zweihundert Einzelstücke oder Fuhren mit der Sackkarre. Jedes davon legt den Weg von der Tür zum Fahrzeug einmal zurück, und die Kraft kommt leer zurück.
Rechnen Sie mit etwa einem Meter je Sekunde für einen beladenen Menschen, dann ergeben zwanzig zusätzliche Meter je Richtung rund vierzig Sekunden je Stück. Bei zweihundert Stücken sind das mehr als zwei Stunden reine Wegzeit, verteilt auf die eingesetzten Kräfte also etwa eine Stunde am Auftrag. Bei 48 Euro je Stunde für den Lkw mit zwei Kräften ist das kein Rundungsfehler mehr.
Genau deshalb steht der Trageweg bei uns im Angebot und nicht im Kleingedruckten. Wer nach Stunden abrechnet, soll vorher wissen, woher die Stunden kommen. Wer den Festpreis nimmt, soll nachvollziehen können, warum er bei derselben Wohnungsgröße unterschiedlich ausfällt.
Was den Weg schwierig macht, nicht nur lang
Ein langer Weg über ebenen, festen Boden ist ärgerlich, aber planbar. Deutlich mehr Zeit kosten die Stellen, an denen die Sackkarre nicht rollt oder umgesetzt werden muss. Zwei Stufen an einer Gartenpforte bremsen stärker als dreißig Meter Gehweg.
- Stufen, Schwellen und Absätze zwischen Wohnungstür und Fahrzeug
- Kies, Rasen, Rindenmulch und weicher Boden, auf denen keine Rolle läuft
- Enge Pforten und Tore, durch die ein Rollwagen nicht passt
- Gefälle, das jedes Stück zu einer Bremsübung macht
- Nasses Laub, Schnee und Regen, die zusätzlich Abdeckung nötig machen
- Türen, die nicht in der Offenstellung halten und eine Kraft binden
Die drei Hebel, mit denen sich Wegzeit verkürzen lässt
Der erste Hebel ist die Halteposition. Oft liegt zwischen der Stelle, an der ein Fahrzeug normalerweise steht, und der bestmöglichen Stelle nur eine Halteverbotszone. Ab 59 Euro für eine Adresse ist das der billigste Weg, dreißig Meter loszuwerden.
Der zweite Hebel ist Technik. Rollwagen mit vier Rollen tragen mehrere Kartons auf einmal, Sackkarren nehmen schwere Einzelstücke, Möbelroller schieben Schränke über glatten Boden. Das gehört zur Ausstattung, wird nicht gesondert berechnet, und es setzt einen tragfähigen Untergrund voraus.
Der dritte Hebel ist die Zahl der Kräfte. Auf langen Wegen bringt eine zusätzliche Kraft mehr als auf kurzen, weil die Wegzeit sich auf mehr Schultern verteilt, während die Trageleistung gleich bleibt. Eine Kraft ohne Fahrzeug kostet ab 25 Euro je Stunde und rechnet sich bei langen Wegen fast immer.
- Halteposition festlegen und, wenn sie sich verbessern lässt, Halteverbot beantragen
- Weg begehen und die Stellen markieren, an denen umgesetzt werden muss
- Entscheiden, ob Rollwagen durchgehend laufen können oder ob getragen wird
- Kräftezahl an der Weglänge ausrichten statt allein an der Wohnungsgröße
- Bei sehr langen Wegen ein zweites Fahrzeug als Pendel einplanen
Warum die Zieladresse genauso zählt wie die alte
In der Anfrage steht fast immer die alte Wohnung im Mittelpunkt, weil sie diejenige ist, die man kennt. Der Trageweg an der neuen Adresse ist aber exakt so teuer, und beim Ausladen kommt hinzu, dass Möbel dort auch noch aufgestellt und aufgebaut werden.
Wir sehen uns deshalb beide Adressen an, wenn beide im Fahrgebiet liegen. Ist die neue Adresse weiter entfernt oder noch nicht zugänglich, genügen uns Angaben und Fotos: Wo hält ein Fahrzeug, wie viele Meter sind es bis zur Tür, gibt es Stufen, gibt es einen Aufzug. Aus diesen vier Antworten lässt sich die zweite Hälfte des Tages verlässlich planen.
Wenn die Übergabe der neuen Wohnung erst nach dem Auszug aus der alten stattfindet, geht der Hausrat für die Zwischenzeit ins Lager. Abgerechnet wird tageweise, eine Box mit zehn Kubikmetern ab 15 Euro am Tag, die spätere Zustellung ab 89 Euro je Fahrt.
Was Sie selbst tun können, damit der Weg kürzer wird
Der wirksamste Beitrag ist banal und wird trotzdem selten geleistet: alles fertig gepackt, verschlossen und beschriftet an einer Stelle nahe der Wohnungstür bereitstellen. Kartons, die noch offen stehen, müssen einzeln behandelt werden, und jedes einzelne Behandeln fällt auf dem langen Weg doppelt ins Gewicht.
Zweitens: Wege freihalten. Fahrräder im Flur, Pflanzkübel an der Pforte und Schuhregale im Treppenhaus zwingen dazu, jedes Stück anzuheben statt zu rollen. Fünf Minuten Aufräumen am Vorabend sparen am Umzugstag deutlich mehr.
Drittens: bei Regen für eine Abdeckung sorgen, wenn der Weg über einen unbefestigten Abschnitt führt. Wir bringen Möbeldecken mit, aber eine Plane über der offenen Pforte ist Ihre Seite und macht auf einem langen Weg einen spürbaren Unterschied.
Trageweg und was er üblicherweise zusätzlich bedeutet
| Weg von der Tür zum Fahrzeug | Empfehlung | Grobe Auswirkung |
|---|---|---|
| Richtwerte für eine Wohnung mit drei Zimmern. Der tatsächliche Aufwand steht nach dem Aufmaß im Angebot. | ||
| bis 15 Meter | Normalfall, nichts zu tun | keine |
| 15 bis 40 Meter | Rollwagen durchgehend einsetzen | etwa eine halbe Stunde je Wohnung |
| 40 bis 80 Meter | Zusätzliche Kraft ab 25 € je Stunde | ein bis zwei Stunden |
| über 80 Meter | Zweites Fahrzeug als Pendel, 24 € je Stunde | sonst deutlich mehr als zwei Stunden |
| Weg mit Stufen oder Kies | Halteposition verlegen, Halteverbot ab 59 € | Rollen entfällt, Zeit verdoppelt sich abschnittsweise |
Fragen zum Weg zwischen Tür und Ladefläche
Berechnen Sie einen Zuschlag für lange Trageweg?
Nein, es gibt keinen eigenen Posten dafür. Bei Stundenabrechnung schlägt der Weg über die Dauer durch, beim Festpreis ist er nach der Besichtigung eingerechnet. Ein pauschaler Aufschlag ohne Blick auf die Adresse wäre in beiden Richtungen ungenau.
Was ist ein langer Trageweg überhaupt?
Ab etwa vierzig Metern zwischen Fahrzeug und Wohnungstür ändert sich die Planung spürbar, ab achtzig Metern lohnt sich fast immer ein zweites Fahrzeug. Darunter ist der Weg zwar messbar, wirkt sich aber im Rahmen der üblichen Schwankung aus.
Bringen Sie Rollwagen und Sackkarren mit?
Ja, beides gehört zur Ausstattung, ebenso Möbelroller, Tragegurte und Möbeldecken. Berechnet wird davon nichts. Voraussetzung ist ein Untergrund, auf dem Rollen laufen, sonst wird getragen und der Weg kostet entsprechend mehr Zeit.
Lohnt sich eine zusätzliche Kraft bei langem Weg?
In der Regel ja. Eine Kraft ohne Fahrzeug kostet ab 25 Euro je Stunde, und auf langen Wegen verteilt sie die Wegzeit spürbar. Bei kurzen Wegen ist der Effekt kleiner, weil dort eher das Ein- und Ausladen den Takt vorgibt als das Gehen.
Können Sie den Trageweg vorher überhaupt einschätzen?
An Adressen, die wir besichtigt haben, ja. An Adressen, die wir nicht sehen können, brauchen wir vier Angaben von Ihnen: Halteposition, ungefähre Meterzahl, Stufen auf dem Weg und Etage mit oder ohne Aufzug. Damit lässt sich der Tag verlässlich planen.
Was ist, wenn die neue Wohnung noch nicht frei ist?
Dann geht der Hausrat ins Zwischenlager. Abgerechnet wird tageweise, eine Box mit zehn Kubikmetern ab 15 Euro am Tag. Die spätere Zustellung kostet ab 89 Euro je Fahrt. Wo das Lager steht, spielt für Sie keine Rolle, Abholung und Zustellung übernehmen wir.
Meter nennen, Aufwand kennen
Sagen Sie in der Anfrage, wie weit es von der möglichen Halteposition bis zur Tür ist. Damit steht die Hälfte der Kalkulation schon vor der Besichtigung.